McCain kämpft gegen globale Obamania
Barack Obama ist in der Welt unterwegs, um sich internationale Lorbeeren zu verdienen. Seine Besuche in Afghanistan, im Irak, in Israel oder in Berlin produzieren exakt die Bilder, die die Obama-Kampagne haben will. Obama im Helikopter mit General Petraeus, Obama im Zwiegespräch mit dem irakischen Regierungschef Maliki, Obama beim lockeren 3-Punkte-Werfen mit Soldaten in Kuwait, Obama an der Siegessäule vor dem Brandenburger Tor.
Daheim versucht John McCain derweil verzweifelt, die Berichtererstattung über die globale Obamania zu durchbrechen. Zunächst veröffentliche er seinen ersten Negativ-Spot der Saison, der Obamas Kompetenzen als Außenpolitiker direkt angreift. Obama wird vorgeworfen, dass er als Unterausschussvorsitzender im Senat zum Thema Afghanistan keine einzige Anhörung veranstaltet hat (stimmt). Zudem wirft ihm McCain vor, gegen die Finanzierung der Truppen im Irak gestimmt zu haben (stimmt nur in einem einzigen Fall, ist deshalb tendenziös).
Dann machte McCain Halt beim politischen Urgestein George
H.W. Bush, den er in seinem Feriendomizil in Maine besuchte.
Die Bilder waren nicht gerade spektakulär. Zwei alte Herren fuhren auf einem
Cart über einen Golfplatz und unterhielten sich über die großen Linien der Außenpolitik,
ansonsten wahrscheinlich über Gott und die Welt. Etwas ungerechtfertig von
McCains Wahlkampfberatern, dass sie sich wirklich noch darüber aufregen, wie
die Presse Obama derzeit bevorzugt.



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