Die Zahlen sprechen für sich. Barack Obama siegt mit 190 Elektoren und über sieben Millionen Wählerstimmen Vorsprung gegen John McCain. Amerika verzeichnet die höchste Wahlbeteiligung seit 100 Jahren. Ein farbiger, charismatischer, junger Politnovize schafft es, innerhalb weniger Jahre vom Außenseiter zum Präsidenten der USA aufzusteigen.
Held des Abends war natürlich Barack Obama, der einmal mehr zeigte, mit welcher Eloquenz er es versteht, seine Botschaft zu senden. Geschickt wob er seinen eigenen Triumph in die Narration und Geschichte des Landes ein. Bemerkenswert - auch wenn ein solcher Auftritt natürlich einen Schuss zu viel Pathetik für europäische Ohren hat.
In dem ganzen Trubel ist eine glorreiche Tat nahezu komplett untergegangen. John McCain zeigte sein wahres Gesicht – im positiven Sinne. Im Wahlkampf war er seinen Beratern gefolgt und hatte dem Land die üblich-simple konservative Soße aufgetischt. Terroristen, Hockey-Mums, Klempner-Joe, Sozialismus… die McCain-Kampagne ließ nichts aus. Umso beeindruckender war McCains offene und kompromisslose Unterstützung für den neuen Präsidenten Barack Obama!
Comments